30. August- 3. September  North Cascades NP dann bis zum Yellowstone

Im North Cascades NP informieren wir uns zuerst im Visitorcenter ob man mit Hund auf die Trails darf. Wir erfahren dass es kein Problem ist es geht nämlich mitten durch den Park entlang der Stauseen eine Recreation Area. Diese Stauseen und Kraftwerke versorgen Seattle mit Strom. Am Rainy Pass geht Pacific Crest Trail vorbei. Ein paar km sind wir ihn auch gewandert, haben junge Schweizer getroffen, die ihn ganz gewandert sind. 4 1/2 Monate haben sie bis hierher gebraucht! Wir fahren mit dem Auto weiter. In Twisp haben wir auf einem privaten RV Platz übernachtet. Mal wieder richtig duschen, Wäsche waschen und unbegrenzt im Internet surfen hat schon was.Am nächsten Tag bis Coulee Dam, ein riesiger Damm hat hier den Columbia River gestaut. Gleich dahinter kommt Grand Coulee, hier kann man zum Stausee runterfahren. Wir halten an, ruhen uns ein paar Stunden im Schatten aus, gehen baden und sogar die Ida darf hier ins Wasser.

Wir entscheiden jetzt dass wir nicht in den Glacier NP fahren weil auch hier Waldbrände sind. Im Radio hören wir davon, es wird auch immer diesiger.

In Spokane haben wir einen AAA gefunden und uns mit Straßenkarten eingedeckt dann sind wir auf der Interstate 90 weiter bis zum Fish Creek SP, hier ist ein Campground, die Big Pine Fishing Site. Wir übernachten direkt am Fluß neben der ältesten Kiefer (350 Jahre) in Montana.

Am nächsten Tag sehe ich auf der Karte direkt neben der Interstate 90 eine ghost town eingezeichnet. Wir suchen sie. Dann sehen wir ein Hinweisschild „ghost town“ und zwar auf der anderen Seite der Autobahn, also suchen wir in dieser Richtung 15 Meilen lang. Dann sehen wir wieder ein Schild „ghost town“ aber in der entgegengesetzten Richtung. Jetzt packt uns der Ehrgeiz, wir fahren wieder zurück. Unter einem kleinen Schild „Garnet Gulch“ finden wir auch den Hinweis „Garnet ghost town“. Nach 10 Meilen übler, schmaler, staubiger Schotterstraße sagt das Navi im Nirgendwo „Ziel erreicht“. Ist das etwa eine Geisterstadt die nur alle 100 Jahre für 10 min auftaucht? Oder war die verfallene Hütte von vorhin schon unser Ziel? Wir fahren weiter, denn wir können eh nicht umdrehen. Nach zwei Kurven kommt ein Parkplatz und da stehen viele Autos! (Die sind von der anderen Seite gekommen) Man muß ein Stück laufen und dann sieht man den Ort in einem Talkessel.

Hier ist es schön und weil wir spät dran sind ist hier eine ruhige, friedliche Stimmung. Nur zur Info: Garnet hatte um 1895 über 1000 Einwohner, vier Hotels, 13 Saloons, drei Lebensmittelgeschäfte, Arzt, Barbershop und sogar eine Schule. Aber um 1905 war fast alles vorbei. Dann hatte Garnet nur noch 125 Einwohner. Irgendwann ist ein Teil abgebrannt. Jetzt versucht die National Forest Verwaltung den Ort zu erhalten.

Auf der weiteren Fahrt nimmt der Smog immer mehr zu, in Butte ist es schon gesundheitsgefährdend.

One Response

  1. Hallo Uschi Ungesunde Luft im mittleren Amerika – Hätte ich nicht für möglich gehalten. Erst dachte ich an Rauch vom Waldbrand aber dem war nicht so. Die Luftqualität ist tatsächlich ein bekanntes Problem wie ich herausgefunden habe. http://svc.mt.gov/deq/todaysair/AirDataDisplay.aspx?siteAcronym=BN&targetDate=09/03/2017
    Heute 15 September Wintersturm Warnung in Butte Montana. Bei uns 10 Grad und Regen

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