14. – 18. Oktober Yosemite NP, Kings Canyon NP, Sequoia NP

Wir fahren den Tioga Pass hoch, weiter bis in den Yosemite NP. Wir halten immer wieder an, es ist zu schön. Übernachten können wir hier nicht, es ist alles voll.

Am nächsten Morgen fahren wir wieder in den Nationalpark rein. Das Yosemite Valley ist beeindruckend, gigantisch, (mir fallen grad nicht die richtigen Superlative ein) aber… wir haben ein schlechtes Timing. Durch den Waldbrand ist mal wieder alles verraucht, die Sicht ist miserabel. Zum Beispiel der berühmte Bridalveil Fall ist kaum zu sehen, und ist sowieso nur ein müdes Gebiesel. Und dann die vielen Leute!! Wir haben uns um 12 Uhr bei der Campgroundreservierung für einen der zurückgegebenen Plätze beworben. Um 3 Uhr werden sie vergeben. In der Zwischenzeit gehen wir mit Ida zum Mirror Lake. Wir dürfen mit Hund auf den Fahrradwegen laufen (Außerdem legen wir das Verbot mittlerweile etwas großzügiger aus). Auf dem Rückweg sehen wir einen Kojoten, der läuft einfach so durch den Zeltplatz, und viele Rehe haben überhaupt keine Scheu vor den Besuchern. Wir haben natürlich keinen Platz bekommen, müssen also wieder raus. Ist gar nicht so einfach, ich komme mir vor wie am Freitag auf der Westumgehung. Also halten wir noch mal beim Village. Ludwig geht in die Ansel Adams Gallery, es gibt noch Brotzeit und dann endlich, es wird schon dunkel, lässt der Verkehr nach. Oben beim Tunnel View noch ein letztes Foto, dann verlassen wir den Park bei Fish Camp und biegen bei der nächsten Gelegenheit von der Straße ab. Ich verstehe es nicht: diese ganzen Waldbrände und die verrauchte Luft und es ist überall knochentrocken, aber es werden immer noch Campfire angezündet. (Natürlich auf  Campingplätzen mitten im Wald)

Wir wollen noch in den Sequoia, der Reiseführer empfiehlt eine Nebenstrecke. So sitzen wir für die paar Meilen fast den ganzen Tag im Auto und halten dann endlich bei der Pine Flat Lake RA. Ich bin müde, gern würde ich ein paar Tage auf einem Platz bleiben. Aber nicht hier! Dieser See ist halb leer (halb voll?) und das Ufer schlammig.

Der Campingplatz war doch nicht so schlecht, es gab wenigstens heiße Duschen. Weiterfahrt in den Kings Canyon NP, das Navi hat uns wieder auf Nebenstrecken geführt, die nicht mal in unserer Karte aufgeführt sind. So kurven wir wieder durch die Ausläufer der Sierra Nevada, mir wird langsam schlecht, ich hab das Gefühl dass wir gar nicht vorwärts kommen. Stimmt nicht, um ein Uhr halten wir schon beim Kings Canyon Visitor Center, hier bekomme ich Beschreibungen für Wanderungen im Sequoia NF. Vorher schauen wir uns noch den General Grant Tree an. Ida muss hier im Auto bleiben. Damit sie auch Bewegung hat fahren wir in den National Forest. Dann haben wir ein Problem: alle Campingplätze in der Nähe haben schon geschlossen, und zwar so richtig, mit verriegelter Zufahrt. Na ja, dann stehen wir halt wieder abseits im Wald. (Im National Forest darf man das)

Der Platz war mal wieder wunderbar, aber wenn man so spät ankommt hat man leider nichts davon. Am nächsten Morgen kurven wir weiter zum General Sherman Tree. Der Baum mit dem größten Volumen und Gewicht der Welt! Aber inmitten der vielen anderen großen Lebensbäume wirkt er gar nicht mehr so beeindruckend. Und mit dem zarten Alter von ca. 2700 Jahren kann er auch nicht mit den Bristlecone Pine mithalten. Erst am späten Nachmittag verlassen wir über eine sehr kurvenreiche Strecke den NP. Jetzt sitzen wir schon seit Tagen fast dauernd im Wohnmobil und auf kurvigen Straßen. Am nächsten Campingplatz bleiben wir für ein paar Tage, ganz bestimmt! Aber der Platz den ich ausgesucht habe ist geschlossen. Was hilfts, dann nehmen den nächsten den wir kriegen.

Schreibe einen Kommentar

Deine E-Mail-Adresse wird nicht veröffentlicht. Erforderliche Felder sind mit * markiert.