24. November – 4. Dezember Loreto

Für den ersten Einkauf nehmen wir noch mal das Auto. Im Supermarkt haben wir alles bekommen, die Eier gab es nur in der Großpackung von 30 Stück. Heute sind wir am Strand rumgelaufen, ausgeruht, in der Stadt rumgebummelt, gekocht, nein, keine Eier sondern die letzten Tortellini mit Tomatensosse.

Auf der Plaza del Mar ist eine Bühne aufgebaut, abends sind wir dann hin. Ich denke mal dass es eine kirchliche Veranstaltung ist, was die Band singt verstehe ich nicht, aber es könnte so was wie „flinke Hände, flinke Füsse“ sein. (hat zumindest so ausgeschaut) Aber auch rockigeres wird gespielt, zur Musik tanzt die Menge, auch der Pfarrer. Die Leute lassen sich auch nicht von der Musikanlage stören die immer wieder pfeift und kracht. Zum Schluß hält der Pfarrer eine leidenschaftliche Rede worüber dafür reicht mein Spanisch nicht.

Ich dachte jetzt ist Ende, wir gehen die paar Meter zurück zum Campingplatz. Aber dann geht es weiter mit der Musik, angeblich später mit der Disco von der anderen Seite. Aber da hab ich schon geschlafen.

Ausschlafen, frühstücken, spazierengehen wir machen gerade Urlaub. Es tut gut nach der langen Anreise in einem so hübschen und sauberen Städtchen einmal zur Ruhe zu kommen.

(c) Herbert

Später fahr ich mit Herbert und Estelle zum Markt.Es gibt frisches Gemüse und Obst unglaublich preiswert. Ich kaufe noch Garnelen. Das Fleisch hätte ich nicht gekauft, das lag so am Tisch ohne Kühlung, nur eine Folie sollte die Fliegen abhalten, unterm Tisch lag ein Hund. Aber Estelle hat eingekauft, also wage ich es auch(es war ausgezeichnet)

 

Heute ist Bürgerversammlung auf der Plaza del Mar. Im Freien, hier geht das. Der Ablauf ist dann so ähnlich wie bei uns: die anwesenden Honoratioren werden begrüßt, die Stadträte stellen sich vor, ein Werbefilm von Loreto wird gezeigt, dann hält die Bürgermeisterin eine lange Rede. Zu lange für uns wir verstehen ja eh nichts.

 

Wir liegen nicht nur am Strand rum, nein wir machen auch eine Bootstour nach Coronado Island.

Um 9.00 starten wir mit dem Boot. Eine Stunde dauert die Überfahrt zur Insel und mindestens eine halbe Stunde bis sie umrundet ist. Wir haben Seelöwen gesehen, aber keine Schildkröten oder Delphine ☹Am Strand bekommen wir eine Schnorchel Ausrüstung. Leider stelle ich mich ganz schön doof an. Angeblich kann jeder mit Flossen schwimmen und schnorcheln, ich nicht. Später probiere ich es nur mit der Taucherbrille, es reicht um die Fischschwärme und die vielen anderen bunten Fische zu beobachten. Die Pelikane sind nur ein paar Meter weiter eifrig beim Fische fangen.

Mit Sorge beobachte ich den Himmel, es wird kälter, Wolken werden dichter, der Wind nimmt zu. Ich überrede die anderen dass wir zurückfahren. Unser Guide hat ein Einsehen und fährt die kürzeste Route zurück. Es wird eine rauhe und sehr nasse Fahrt. Nach einer halben Stunde sind wir wieder in Loreto. Für mich keine Minute zu früh….

Wir hatten uns einen ungünstigen Tag für den Ausflug ausgesucht. Am nächsten Morgen ist das Meer wieder spiegelglatt: keine Wolken kein Wind.

Am Strand spazieren, (was sonst?) abends durch die Stadt bummeln. Dann treffen wir uns bei einem Lokal das mexikanische Kochkurse anbietet. Es hat richtig Spass gemacht Estelle bei der Preisverhandlung zuzuhören. Am Sonntag abend findet der Kurs statt. Pünktlich sind wir zu Sophia, ein französisches und ein schweizer Paar und ich übernehm den deutschen Teil.  Zum original mexikanischischen Kochkurs, wie Sophia betont. Ludwig ging es leider letzte Nacht nicht so gut und konnte deshalb nicht mitmachen. Wir haben am offenen Feuer gekocht: Tamales, Tortillas mit gelbe Rübenfüllung und Guacamole, gefüllte Paprika, Gemüsereis. Dazu hat Sophia noch Hähnchen mit Schokoladensosse vorbereitet. Dazu gab es noch Margaritas… und für mich, ich weiß nicht warum einen Tequila. Es war ein sehr lustiger Abend, meine Spanischkenntnisse wurden immer besser.

Am nächsten Tag  reisen Herbert und Estelle ab, Richtung Norden. Schade.

Heute legte ein Kreuzfahrtschiff im Hafen an und kurz darauf war der beschauliche Ort mit amerikanischen Touristen überfüllt. Auf dem Marktplatz spielte eine Kapelle, dazu tanzte eine Folkloregruppe. Alle Läden waren geöffnet und warteten auf die zahlende Kundschaft. Der Ort war nicht wieder zuerkennen. Am Abend wurde es dann wieder ruhiger.

Wir bleiben noch eine Nacht, dann geht es nach Süden. Grad sitze ich vorm Womo und höre zum letzten Mal das Glockenspiel vom Kirchturm, jetzt im Dezember um 21 Uhr, „stille Nacht“….

4 Responses

  1. Susi

    Hallo ihr Lieben! Das Essen sieht ja fantastisch aus! Mami das musst du unbedingt für uns mal kochen!
    Wünsch euch noch eine schöne Zeit, genießt die Sonne!!

  2. Jens

    Liebe Uschi, lieber Ludwig
    Wir wünschen euch in der Ferne ein frohes Weihnachtsfest und ein guten Rutsch in das nächste Jahr. So eine intensive und erlebnisreiche Zeit auf eurer Reise sind in den Texten und Bilder eindeutig nachvollziehbar und immer wieder interessant zu lesen und zu gucken.
    Wir freuen uns schon, wenn ihr wieder da seit und auch etwas erzählen könnt. Ich habe irgendwas vom März gehört. Also weiterhin eine gute Zeit und wir denken an euch wen wir hier das alte Jahr verabschieden. Euch werde die Ohren klingel wenn wir euch zuprosten.
    Lieben Gruss .
    Jens und Jutta

    • Ludwig Lutz

      Liebe Jutta, lieber Jens
      wir freuen uns jetzt auch schon auf zuhause. Viele Grüße an alle wenn ihr zusammen feiert! Wo wird denn gefeiert?
      Wir halten uns immer noch auf der Baja auf. Wollen noch unbedingt zum Whalewatching nach Ojos de Liebre (hoffentlich sind die endlich da) irgendwann im neuen Jahr werden wir dann wieder in die USA einreisen.
      Liebe Grüße Uschi&Ludwig

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